Operationen


Nach mehrjährigen, zunehmenden Schmerzen in der linken Hüfte  wurde mir im Alter von 30 Jahren, im Februar 1990, ein künstliches Gelenk eingesetzt. Danach waren die Schmerzen in der Hüfte natürlich weg, aber ich hatte auch das Gefühl, dass die Bechterew-Schübe nicht mehr so stark waren.
Schon damals stand fest, dass auch die rechte Seite irgendwann ersetzt werden musste. Dieser Zeitpunkt war schon 6 Jahre später da. Wieder nahm die Intensität und auch die Häufigkeit der Schübe für mein Empfinden ab.
Nach einer Kontrolluntersuchung der Hüften durch meinen Orthopäden, fragte mich dieser, ob ich schon mal über eine Aufrichtungsoperation nachgedacht hätte.
Das war für mich das erste Mal, das ich von dieser Möglichkeit „bewusst“ hörte.
Meine erste Reaktion auf den Vorschlag meines Orthopäden war die, dass ich ihm sagte, dass so eine Sache für mich nicht in Frage kommt.
Der Gedanke daran liess mir aber andererseits keine Ruhe mehr. Mir wurden die eigenen Einschränkungen immer bewusster. Das stark eingeschränkte Sichtfeld, die Anstrengungen beim Gehen, einem Gesprächspartner nicht mehr in die Augen sehen zu können usw. störten mich immer stärker.
Beim nächsten Orthopäden-Besuch erkundigte ich mich dann, wie denn so eine Aufrichtungsoperation von statten geht und wo eine Solche durchgeführt wird. Ich bekam die Empfehlung, einen Termin für eine ambulante Untersuchung in einer Spezialklinik zu vereinbaren, um mich über die Möglichkeit und den Ablauf zu informieren.
Meine Entscheidung fiel auf Bad Wildungen. Im Juni 1997 war ich dort zu einer ambulanten Untersuchung und Beratung. Damit wurde ich auch auf die Warteliste aufgenommen, wobei die Wartezeit immerhin 2-3 Jahre betrug.
Die dort erlangten Erkenntnisse waren für mich aber noch nicht ausreichend und so machte ich mich im Internet auf die Suche nach Informationen über den Ablauf einer solchen Operation. Zufällig stieß ich dabei auf eine private Homepage, die einen Einblick in das „Danach“ vermittelte. Der Verfasser wohnt in meiner Nähe, so dass wir uns zum Kaffee trafen und er mir über seine Aufrichtung und das Drumherum erzählte.
Danach stand für mich fest, dass auch ich wieder „gerade“ sein wollte.